Unterrichtseinsichten - Schuljahr 2015/2016 - Physik 11ph3
Magnetismus
2015-11-06
- Wiederholung zum Thema Magnetismus
- Permanentmagnete

Die Büroklammer schwebt in der Luft, von einem Faden gehalten. Die
Halterung oberhalb der Büroklammer scheint leer zu sein, enthält aber
einige Hochleistungsmagnete.
- Weißsche Bezirke
Durch einen Stabmagneten werden viele kleine Magnetnadeln geordnet.
Entfernt man den Stabmagneten, stellen sich die Magnetnadeln im Prinzip
willkürlich ein, bilden aber durch gegenseitige Beeinflussung Bereiche,
in denen eine bestimmte Vorzugsrichtung zu erkennen ist.
Dies kann man als Modell für ferromagnetische Stoffe ansehen, in denen
sich immer kleine Bereiche (Weißsche
Bezirke) finden, die einheitlich ausgerichtet sind.
- Elektromagnetismus

Ein stromdurchflossener Leiter hat um sich herum ein Magnetfeld, dessen
Feldlinien in zum Leiter konzentrischen Kreisen angeordnet sind.
Eine Magnetnadel stellt sich senkrecht zum stromdurchflossenen Leiter
ein.
Mit der Rechte-Hand-Regel kann man die Richtung des Magnetfeldes
ermitteln: Daumen zeigt in Stromrichtung, die anderen leicht gekrümmten
Finger zeigen in die Richtung des Magnetfeldes.
- Materie im Magnetfeld
Eine leichtgängige Schere wird mit der Spitze in eine Spule gelegt.
Fließt nun Strom durch die Spule, wird die Schere in die Spule gezogen
und öffnet sich. Deutung: Magnetisierbare Materie wird in den Bereich
der größten Feldstärke gezogen. Da die Klingen und die Griffe jeweils
gleich magnetisiert werden, stoßen sich die Klingen und die Griffe
gegenseitig ab und die Schere öffnet sich.
- In einem Vorversuch zur Definition einer Größe, die das magnetische
Feld beschreibt, haben wir gesehen, dass der Elektronenstrahl in einer
Elektronenröhre durch das Magnetfeld eines Stabmagneten abgelenkt wird.
Stehen die Feldlinien des Magnetfeldes senkrecht zur Bewegungsrichtung
der Elektronen, so wird der Elektronenstrahl in eine Richtung senkrecht
zu den Feldlinien und senkrecht zur Bewegungsrichtung abgelenkt.
Die Richtungen kann man mit der 3-Finger-Regel der linken Hand
herausfinden:
Zeigt der Daumen in Richtung der fliegenden Elektronen und der
Zeigefinger in Richtung des Magnetfeldes (von Nord nach Süd, also weg
vom Nordpol), so zeigt der Mittelfinger in die Richtung, in die die
Elektronen abgelenkt werden.Analog zum elektrischen Feld sollen
feldbeschreibende und felderzeugende Größen für das Magnetfeld definiert
werden.
- Wie beim elektrischen Feld soll nun in der nächsten Stunde eine Größe
gesucht werden, die die Kraftwirkung im Magnetfeld beschreibt.
2015-11-11
- Einführender Versuch zur Einwirkung von Magnetfeldern auf Elektronen:
Durch eine Leiterschaukel im Magnetfeld wird ein Strom geleitet.
Beim Einschalten bewegt sich der quer liegende Leiter je nach Polung in
die eine oder die andere Richtung.

Die Bewegungsrichtung lässt sich mit der 3-Finger-Regel der linken Hand
bestimmen:
- Daumen: Bewegungsrichtung der Elektronen (vom Minus- zum Pluspol,
hier von blau nach rot)
- Zeigefinger: Richtung des Magnetfeldes (vom Nord- zum Südpol)
- Mittelfinger: Kraft auf die Elektronen. Die Elektronen nehmen den
Leiter mit sich, hier in den Hufeisenmagneten hinein.
- Physikalische Prozesse lassen sich oft umkehren
- 1. Prozess:
Ablenkung eines stromdurchflossenen Leiters im Magnetfeld

Ursache: Stromfluss, Bewegung der Elektronen, blauer Pfeil, Daumen der
linken Hand
Vermittlung: Magnetfeld, Feldlinien vom Nord- zum Südpol, roter Pfeil,
Zeigefinger der linken Hand
Wirkung: Bewegung des Drahtes, in den Hufeisenmagneten hinein, gelber
Pfeil, Mittelfinger der linken Hand
- 2. Prozess:
Induktion, Erzeugung einer Spannung durch Bewegen eines Drahtes im
Magnetfeld

Ursache: Bewegung des Drahtes, in den Hufeisenmagneten hinein, gelber
Pfeil, Daumen der linken Hand
Vermittlung: Magnetfeld, Feldlinien vom Nord- zum Südpol, roter Pfeil,
Zeigefinger der linken Hand
Wirkung: Stromfluss, Bewegung der Elektronen, blauer Pfeil,
Mittelfinger der linken Hand
- Während beim ersten Prozess die Elektronen vom Minuspol (rechts)
kommen, werden die Elektronen im Draht im zweiten Prozess durch die
Lorentzkraft nach rechts verschoben und sammeln sich am rechten Ende
des Spannungsgerätes.
Die Elektronenrichtung ist also im Umkehrprozess genau entgegengesetzt
zum ersten Prozess.
Da durch den ersten Prozess (Bewegung des Drahtes in den
Hufeisenmagneten hinein) die Elektronen entsprechend des zweiten
Prozesses zum Minuspol gedrängt werden, hemmt die Induktionswirkung
den Stromfluss im ersten Prozess (Lenzsche
Regel).
- Die Erfahrung, dass durch Bewegung eines Leiters im Magnetfeld eine
Spannung erzeugt werden kann, wird in der Technik intensiv ausgenutzt
(Generatoren, Fahrraddynamo, ...).
- Analog zum elektrischen Feld sollen feldbeschreibende und
felderzeugende Größen für das Magnetfeld definiert werden.
Wie beim elektrischen Feld wird dabei für das Magnetfeld eine Größe
gesucht, die die Kraftwirkung im Magnetfeld beschreibt.
- Versuchsaufbau:

- Rechts unten ein aus 10 Permanentmagneten erzeugtes homogenes
Magnetfeld (zwischen Ober- und Unterseite des Gerätes).
Zwischen den Platten befindet sich ein Gleiter mit darauf befestigten
Drahtschlaufen (längs als Leiter, quer als Messtrecke verwendet).
- Rechts ein Zählgerät, mit dem unter Verwendung einer Lichtschranke
(schwarzer Bügel) und eines Schirms (weiße Pappe) die Geschwindigkeit
des Gleiters bestimmt wird.
- Hinten in der Mitte ein Mikrovoltverstärker mit Anzeigegerät, der die
im Leiter induzierte Spannung misst.
- Links auf dem Nebentisch ein Motor, der den Gleiter aus dem Magnetfeld
zieht.
- Im Bereich des rechteckigen flachen Körpers auf dem Bild oben
wird durch Permanentmagnete ein homogenes Magnetfeld erzeugt.


Die magnetischen Feldlinien verlaufen senkrecht in die Tischebene
hinein.
Wird der Drahtbügel nach links herausgezogen, so erfahren die Elektronen
im Draht eine Kraft nach oben.
In den langen Drähten werden sie nur gegen den oberen Rand des Drahtes
gedrückt, im rechten senkrecht verlaufenden Stückwwerden sie aber nach
oben abgelenkt.
Dadurch baut sich im oberen Drahtstück ein Minuspol und im unteren ein
Pluspol auf.
Ist die negative Ladung oben so stark geworden, dass die ankommenden
Elektronen abgestoßen und nicht mehr auf das obere Drahtstück gelangen
können, stellt sich ein stabiler Gleichgewichtszustand ein, d.h. links
an den Enden des Drahtes kann man bei konstanter Geschwindigkeit des
Drahtes eine konstante Spannung messen.
2015-11-13
- Versuch zur Definition einer Größe, die das Magnetfeld beschreiben
kann (Ausführung des Versuchs, in den in der letzten Stunde eingeführt
wurde)
- 1. Teilversuch: d (Länge des Drahtstückes senkrecht
zurBewegungsrichtung) wird variiert. Das Magnetfeld und die
Geschwindigkeit bleiben konstant.
Messwerte und Auswertung (in Liste L1: d in cm; in lIste L2: U in Skt.):
Die Länge d=2,8cm ergibt sich, weil ein Leiter der Länge 4cm im
45°-Winkel zur Zugrichtung angebracht wurde.
Die wirksame Leiterlänge beträgt demnach
.
Ist die Leiterlänge 0cm, kann auch keine Spannung entstehen.
Die Versuchsergebnisse zeigen: Bei konstantem Magnetfeld und konstanter
Geschwindigkeit ist die Spannung U proportional zur Länge d des
Drahtstückes am rechten Ende.
Es gilt also U/d=const.
Stellt man sich die langen Drahtstücke als Kanten eines
Plattenkondensators vor, gegen die man von der Seite schaut, so kennen
wir diesen Zusammenhang zwischen U und d schon:
Das homogene elektrische Feld zwischen zwei Kondensatorplatten hat die
Feldstärke E und es gilt: E=U/d.
Damit gilt: Bei konstanter Geschwindigkeit des Drahtes ergibt sich
zwischen den Drähten ein elektrisches Feld der Feldstärke E, wobei es
nicht darauf ankommt, wie groß der Abstand zwischen den Drähten ist.
- 2. Teilversuch: v wird variiert. d=4cm und das Magnetfeld bleiben
konstant.
Messwerte und Auswertung (in Liste L1: t in s; in Liste L2: U in Skt.):
Mit b=-0,978, also etwa b=-1 liegt eine Hyperbel vor, d. h. t ist
umgekehrt proportional zu U.
Betrachtet man den Kehrwert von t multipliziert mit der Breite des
Pappstreifens, erhält man die geschwindigkeit v. Damit ist v~U.
v wird berechnet aus der Verdunkelungszeit der Lichtschranke und der
Breite b=6,5cm eines Pappstreifens, der zur Verdunkelung genutzt wird.
Der Versuch ergibt: Bei Variation der Geschwindigkeit v und unter
Beibehaltung der Länge d des rechten Drahtstückes ist v proportional zur
gemessenen Spannung U und damit auch proportional zur Feldstärke E. Mit
E~v gilt aber auch E/v=const.
- Also: Wenn das Magnetfeld konstant ist, dann ist, ganz gleich, wie
schnell man den Drahtbügel zieht und wie lang das rechte
Drahtstück ist, der Quotient E/v eine Konstante.
Magnetfeld konstant ? E/v=const.
- 3. Teilversuch: Die Stärke des Magnetfeldes wird variiert unter
Konstanthaltung der Parameter d und v.
Messwerte und Auswertung (in Liste L1 steht die Anzahl der Magnete, in
Liste L2 die Spannung U in Skt.):
Dieser Versuch zeigt nun: Wird die Stärke des Magnetfeldes durch Einsatz
unterschiedlich vieler Permanentmagnete verändert, so verändert sich
proportional auch der Wert des Faktors E/v=U/vd.
Das heißt: Der Wert von E/v kann als Maß für die Stärke des Magnetfeldes
dienen.
- Wir haben also eine Größe gefunden, die die Stärke des Magnetfeldes
beschreibt: E/v, auch mit B bezeichnet und "magnetische Flussdichte"
genannt.
- Die elektrische Feldstärke E ist definiert als
.
Setzen wir das in die Formel der magnetischen Flussdichte ein, so ergibt
sich: 
- Vergleicht man die feldbeschreibenden Größen E für das elektrische
Feld und B für das magnetische Feld, so sieht man:
E ist definiert als Kraft pro Ladung und
B ist definiert als Kraft pro bewegter Ladung
Wir werden sehen, dass die Formeln des elektrischen Feldes in vielen
Fällen genau so im magnetischen Feld vorkommen, wenn man statt Q den
Term Q·v schreibt.
2015-11-18
- Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld
Dass auf bewegte Elektronen in einem Magnetfeld eine Kraft wirkt, haben
wir in dem Versuch mit der Elektronenröhre gesehen.
Diese Kraft wirkt sich sogar auf einen Draht aus, in dem Elektronen beim
Stromfluss gewegt werden.
Im Versuch sollen die Abhängigkeiten von Stromstärke, Drahtlänge und
Magnetfeld untersucht werden.

Zwischen den Polschuhen eines Elektromagneten befindet sich ein
stromdurchflossener Leiter.
Der Leiter besteht aus einem auswechselbaren Aluminiumdraht (nicht
magnetisierbar!).
Die Stromzuführung geschieht über Kabel, die auf einer Wippe angebracht
sind, so dass der Leiter im Magnetfeld nach oben und unten schwingen
kann.
Von einem Newtonmeter (Kraft-Messgerät) wird der Leiter an einem
Bindfaden auf Messhöhe gehalten.
Fließt nun bei eingeschaltetem Magnetfeld (rechts, 2,0A) ein Strom
(Mitte, max. 4,0A) durch den Leiter, wird dieser auf Grund der Kraft im
magnetischen Feld nach unten gezogen.
Diese Kraft wird mit dem Newtonmeter (Gerät ganz links) gemessen.
Messergebnisse: waagrecht sind die Stromstärken abgetragen, senkrecht
die zugehörige Kraft.
- Drahtlänge 5cm
- Drahtlänge 8cm
- Drahtlänge 10cm
- Drahtlänge 6cm unter einem Winkel von 30°
- Ergebnis: In allen Fällen sieht man, dass die Kraft proportional zur
Stromstärke ist: F~I
Den offset bei Stromstärke 0A ist bedingt durch unterschiedlich
schwere Drahtstücke und könnte noch herausgerechnet werden.
Er hat aber keinen Einfluss auf die proportionale Abhängigkeit.
Die Steigung der Geraden ist proportional zur (wirksamen) Länge des
Drahtes. Der Quotient aus Steigung und Länge beträgt immer etwa 8.
Im letzten Versuch muss man die wirksame Drahtlänge berücksichtigen,
die sich aus Multiplikation der Länge mit dem Kosinus des Winkels
ergibt: Lwirksam=L?sin?
Ergebnis: F~L
Insgesamt gilt also: F~I?L
Der Proportionalitätsfaktor ist B, wie wir nach den Ferien sehen
werden: F=I?L?B
2015-11-20
- Halleffekt
Beim Versuch in der vorletzten Stunde haben wir einen Draht und damit
auch die Elektronen in dem Draht durch ein Magnetfeld gezogen und dabei
beobachtet, welche Auswirkung durch das Magnetfeld auf die bewegten
Elektronen ausgeübt wird.
In der letzten Stunde sahen wir, dass ein stromdurchflossener Leiter im
Magnetfeld eine Kraft erfährt. Man kann sagen, die Elektronen werden
abgelenkt und nehmen dabei den ganzen Draht mit.
Die Bewegung der Elektronen kann man aber auch erreichen, indem man
durch einen im Magnetfeld befindlichen Leiter Strom fließen lässt.

Zwischen den 2 großen silbernen Elektroden ist dieser Leiter(rötlich
angelaufen) befestigt.
Der Strom fließt in waagrechter Richtung.
Im Betrieb durchsetzen magnetische Feldlinien in die Bildebene hinein
den Leiter.
In der Mitte des Leiters wird die Spannung abgegriffen.
Die Abgriffstellen müssen genau gegenüber am Rand des Leiters liegen.
Da diese Bedingung schlecht eingehalten werden kann, sind oben 2
Abgriffe vorhanden, mit deren Hilfe mit einem Potentiometer (rund,
oben links) eine Korrektur erfolgen kann.
Die abgegriffene Spannung nennt man Hallspannung.
Herleitung der Formel für die Hallspannung unter dem Link oder auch im
Buch auf Seite 237.
Mineaturisiert (mit Halbleiterbauelementen) bietet der Halleffekt eine
sehr gute Möglichkeit, um ein Magnetfeld fast punktförmig ausmessen
zukönnen.
- Homogenes Magnetfeld
Wir haben uns überlegt, wie man ein homogenes Magnetfeld erzeugenkann.
Eine Herleitung in Analogie zum homogenen elektrischen Feld findet man hier auf den Seiten 38 und
39.
Weiter oben wurde gezeigt, dass man von der feldbeschreibenden Größe E
des elektrischen Feldes zur feldbeschreibenden Größe des Magnetfeldes
kommt, indem man in der Formel die (ruhende) Ladung Q durch die
"bewegte" Ladung Q·v ersetzt: E=F/Q? B=F/(Q·v).
Ein homogenes elektrisches Feld wird durch einen geladenen
Plattenkondensator erzeugt.

- Um zum homogenen magnetischen Feld zu kommen, werden die ortsfesten
Ladungen auf den Kondensatorplatten durch bewegte Ladungen ersetzt.
Dazu wird ein Strom durch die Platten geleitet, links von oben nach
unten, rechts von unten nach oben:

Wie in der Sek.I kennengelernt, zeigt der Œrstedt-Versuch, dass ein
stromdurchflossener Leiter von einem Magnetfeld umgeben ist, dessen
Feldlinien kreisförmig um den Leiter herumlaufen bzw. parallel zur Wand
des Leiters verlaufen.
Mit der Rechte-Hand-Regel stellt man die Richtung des Magnetfeldes fest:
Daumen in Stromrichtung (von + nach -), andere Finger zeigen in Richtung
des Magnetfeldes.
So sieht man, dass die Feldlinien, die im Innern der Platten
verlaufen, parallel zu den Platten sind. Die von beiden Platten
erzeugten Felder sind im Innern gleich gerichtet.
- Die Einheit der magnetischen Flussdichte B
Entsprechend der Definition der magnetischen Flussdichte 
gilt für die Einheit von B eine ziemlich umfangreicheZusammenstellung
von Grundeinheiten.
Man hat deshalb eine neue Einheit für B vereinbart: T
für Tesla: 
- Mit folgendem Versuchsaufbau (veränderliche Spule) haben wir die
nachfolgend dokumentierten Messungen durchgeführt:

- Die magnetische Flussdichte wird mit der Hallsonde gemessen. Eine
Anzeige von UH=0,2mV entspricht B=1mT.
Von den variablen Größen wurden immer 2 Größen konstant gehalten.
Die Hallspannung und damit die magnetische Flussdichte wurde dann in
Abhängigkeit von der 3. Größe bestimmt.
- Messwerte:

- Auswertung der Messreihen:
- Magnetische Flussdichte B in Abhängigkeit von der Stromstärke I
Die Messpunkte liegen auf einer Ursprungsgerade. B ist also
proportional zu I: B~I.
- Magnetische Flussdichte B in Abhängigkeit von der Spulenlänge L
Die Messpunkte liegen auf einer Hyperbel, da der b-Wert etwa gleich
-1ist: y=a·x-1=a·1/x. B ist also antiproportional zu I:
B~1/L.
- Messung zur Abhängigkeit mit der Windungszahl n:
Messergebnisse:
Auswertung als Hausaufgabe.
2015-11-25
- Auswertung der Messung aus der letzten Stunde: Es ergibt sich, dass
die magnetische Flussdicht B proportional zur Windungszahl ist: B~n.
- Insgesamt ergibt sich die Proportionalität B~I·n/L, wie man es auch
durch folgende theoretische Herleitung vorhersagen kann:
- Analog zu σ im elektrischen Feld wird im magnetischen Feld eine Größe
H definiert,die beschreibt, wie das Feld entsteht.
In der Formel für σ wird Q durch Q·v ersetzt und man erhält
.
Die Platten haben die Höhe h und die Länge L.
In dieser Formel ersetzen wir Q·v durch "Stromstärke mal Länge".
In diesem Fall ist die Länge gleich 2 mal der Höhe der Platten, also
Länge=2·h.
Es ergibt sich
.
Die Gesamtfläche der Platten berechnet sich aus A=2·h·L. Dieser Term
wird in die Formel eingesetzt. Gekürzt ergibt sich dann
.
- Schneidet man die Kondensatorplatten in Streifen, so wird sich das
nicht auf den Stromfluss und damit auf das Magnetfeld auswirken:

Werden nun aber die Streifen elektrisch voneinander isoliert und wird
der Strom immer im Kreislauf einzeln durch jeden Streifen gelenkt, so
ergibt sich ein Magnetfeld der n-fachen Stärke, wenn n die Anzahl der
Streifen ist, in die eine Platte zerschnitten wird:

Die Formel erweitert sich so zu
. Dieses H nennt man magnetische
Feldstärke.
- Die Form der Apparatur ähnelt einem aufgewickelten Draht und gleicht
sich damit einer Spule an.
Es folgt: Das Innere einer stromdurchflossenen Spule enthält ein
homogenes magnetisches Feld, dessen Feldlinien in Richtung der
Spulenachse zeigen.
Analog zu
schreiben wir hier
.
Die magnetische Flussdichte B (feldbeschreibende Größe) ergibt sich also
aus eine Feldkonstante μ0 mal der magnetischen Feldstärke H
(felderzeugenden Größe).
H setzt sich zusammen aus der Stromstärke I, der Windungszahl n der
Spule und der Länge L der Spule.
- Der Proportionaltätsfaktor μ0 lässt sich bestimmen aus den
Messwerten für B, I, n und L:

- Versuch zur e/m-Bestimmung
Elektronen werden beschleunigt (Wehnelt-Zylinder rechts in der
Röhre) und werden im Magnetfeld der Helmhotz-Spulen auf eine Kreisbahn
gezwungen.
Gemessen werden die Beschleunigungsspannung UB, die
Stromstärke I in den Helmholtz-Spulen (und damit auch die magnetische
Flussdichte B) und der Radius r (bzw. der Durchmesser d) der Kreisbahn.
- Herleitung der Formel zur Bestimmung des Wertes von e/m

2015-11-27
2015-12-02
- Beschleuniger (Linearbeschleuniger,
Zyklotron)
Beim Zyklotron werden geladene Teilchen durch eine Wechselspannung
beschleunigt.

Da die Umlaufdauer konstant ist, muss die Frequenz der Wechselspannung
nicht erhöht werden, wenn die geladenen Teilchen schneller werden.
Rechnung dazu:

Da in der Formel nur Konstanten und die konstant gehaltene Größe B
(Magnetfeld) stehen, ist T auch konstant.
- Rechnungen zum Zyklotron (Radius, Geschwindigkeit und Energie bei
gegebener Beschleunigungsspannung)
- Magnetisierung einer ferromagnetischen Substanz
Eine lange magnetisierbare Metallstange befindet sich im Feld einer
Spule (1200 Windungen).
Die Spule wird von Gleichstrom durchflossen, dessen Stärke und Polarität
stufenlos geregelt werden kann.
Mit einer Hallsonde misst man am Ende der Stange die magnetische
Flussdichte.

Die Magnetisierung folgt der an die Spule angelegten Spannung. Das
geschieht allerdings mit Verzögerung, so dass der Grad der
Magnetisierung davon abhängig ist, ob die Spannung erhöht oder
erniedrigt wird.

- Der Verlauf der Auswirkung (hier: Magnetismus) bei Einfluss eines
erzeugenden Systems (hier: Spulenstrom) wird durch die Hysteresekurve
dargestellt. Im Link werden weitere Beispiele für Hysteresekurven in
anderen Bereichen gegeben.Das Magnetfeld (bzw. die magnetische
Kraftflussdichte), die zurück bleibt, wenn man den Spulenstrom wieder
auf 0 A zurück fährt, nennt man Remanenz.
2015-12-04
- Ergänzung zum Thema Felder: Gravitation
2015-12-09
2015-12-11
- Das Gravitationsfeld
ist ebenso wie das (elektrische) Coulombfeld ein zentralsymmetrisches
Feld.
Daher haben auch die beschreibenden Größen die gleiche Struktur:
- Film über Gravitation
2015-12-16
weiter mit Schwingungen
und Wellen